Wie sich Musik beim Sport positiv auswirkt

Wie Musik sich positiv beim Sport auswirkt

Für die meisten ist Sport ohne Musik eh undenkbar; das geht einfach mal gar nicht. Doch warum motivieren Beats und Drums? Warum treibt Musik viele zur Höchstform an?

Der positive Effekt von Musik beim Sport lässt sich sogar in zahlreichen Studien belegen. Brasilianische Forscher der Studie „Journal of Strength and Conditioning Research“ ließen 15 Jogger jeweils einen 15 Kilometer Lauf absolvieren. In verschiedenen Sitzungen wurden die Kilometer jeweils mit und ohne Musik zurück gelegt. Das Ergebnis ist unschlagbar. Mit Musik konnten die Läufer die Strecke im Durchschnitt eine Minute früher beenden und berichteten von gesteigerter Leistung.

Musik beim Sport motiviert zur Leistungssteigerung

Musik beim Sport treibt also an. Dabei lässt sie die Anstrengungen kleiner einschätzen und verringert so den tatsächlichen Arbeitsaufwand. Eine messbare Leistungssteigerung kann in der Sauerstoffzufuhr und Herzfrequenz nachgewiesen werden. Unser Leistungsvermögen nimmt zu. Nebeneffekt: Unser Belohnungssystem erreicht Höchstform und schüttet in hohem Maße das Hormon Dopamin aus. Da kommt buchstäblich Freude auf, die sich durch die Bewegung mit Musik im Verlauf steigert. Durch den Anstieg von Dopamin kommt es langfristig zur Verbesserung des Glücksgefühls und der Freude. Was wir mit Begeisterung tun, werden wir wiederholen. Ein Fakt, der uns fit hält und weiterhin motiviert. Dopamin treibt uns an. Auf biochemischer Ebene gilt der Botenstoff als Motivator und Belohnungssystem unseres Körpers. Zusammen mit anderen Vertretern der Glückshormone wie

  • Serotonin
  • Endorphine
  • Noradrenalin
  • Phenethylamin und
  • Oxytocin

wird ein chemischer Antriebs- und Motovations-Cocktail entfacht. Nebenbei beeinflussen diese Botenstoffe allesamt positiv das Herz-Kreislaufsystem und beugen zusätzlich Krankheiten und Kreislaufproblemen vor.

Wie sinnvoll ist Musik nach dem Sport?

Schlussendlich sollten Sie sogar nach dem Sport direkt weiter Musik hören, jedoch hier komplett den Kontrast suchen. Hat Sie der pulsierende Rhythmus der Musik beim Sport zu Höchstleistungen angetrieben, sollten Sie nach dem Sport einer Entspannungsmusik lauschen. Tatsächlich sorgt entspannende Musik nach dem Training für einen schnelleren Erholungswert und besseren Regenerationsprozess des Körpers.

Welche Musik passt am besten beim Sport?

Im Fitnessstudio können Sie gern etwas die Lautstärke für die Kopfhörer aufdrehen. Oder der Musikbeschallung vor Ort lauschen. Sollten Sie sich jedoch auf der Straße befinden oder beispielsweise joggen, empfiehlt es sich, den Lautstärkepegel der Musik an die Verkehrssituation anzupassen. Hier gilt, Sicherheit geht vor! Vergessen Sie also nicht, dass Sie hier noch immer aktiver Verkehrsteilnehmer sind. Haben Sie sich das verinnerlicht, stellt sich schnell die Frage, welcher Stil eignet sich gut als Musik beim Sport? Was treibt an und motiviert?

Warum schnelle Rhythmusfrequenz ideal beim Laufen ist

Selbstredend eignet sich Musik für Sport, die Sie auch sonst gern hören. Um die Motivation und Laune zu steigern, bereiten Sie sich eine Playlist in Ihrem iPod oder MP3 Player vor, die Sie zum Mitsingen oder zur Bewegung animiert. Generell jedoch sollten es Tracks sein, die eine schnelle Rhythmusfrequenz aufweisen und sich im Taktrhythmus zwischen 110 und 140 bpm (Schläge pro Minute) befinden. Entscheidend ist die richtige Wahl der Musik beim Sport für den gewählten Nutzen. Für Lauftätigkeiten hat sich erwiesen, um eine höhere Leistungsaufnahme zu erzielen, einen Rhythmus im Takt von 120 bis 140 zu wählen. Diesen Rhythmus empfinden wir beim Laufen auf natürliche Weise als optimal, da auch unsere Herzfrequenz diese Werte beim Laufen erreicht und somit quasi synchron mit der Musik beim Sport „tickt“. Deshalb ist solch Musik bestens geeignet, die diese Merkmale aufweist, um schlussendlich das Trainieren zu verbessern.

Auf die richtige Mischung der Musik beim Sport kommt es an

Beim muskulärem Aufbau sollten Sie jedoch darauf achten, dass die Musik nicht zu sehr vom Training ablenkt. Eine zu langsame Wahl bremst hier eher aus, doch ein zu schnelles Programm birgt Gefahren. Beim Krafttraining gilt deshalb die Faustregel, mit Heavy Metal, Rock, Pop oder Hip Hop zu trainieren. Für sehr intensive Krafteinheiten haben Studien aufgezeigt, ist es günstig, eine Balance zwischen Entspannungsmusik und schneller Musik zu finden, im Verhältnis 20% zu 80%. Anhand der vorgestellten Workout-Musik-Videos können Sie sich gern inspirieren lassen und für Ihr nächstes Training eine Playlist erstellen.

Foto: Unsplash.com/pexels.com

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

20 − 13 =