Trauer als lebenswichtige Reaktion auf Verlust

Fast jeder Mensch strebt nach einem glücklichen Dasein. Trauer passt für viele nicht ins Lebenskonzept. Dabei sind Emotionen wie Trauer als lebenswichtige Reaktion auf Verlust eine natürliche Schutzfunktion des Körpers. Wichtig dabei ist, wie man mit ihr umgeht.

Glücklichsein, Liebe, Gesundheit, Leichtigkeit, Zufriedenheit – nur einige wertvolle, positive Emotionen, die helfen können, schwierige Lebenssituationen zu bewältigen. Dazu gehört auch, Trauer als lebenswichtige Reaktion zuzulassen. Welche Rolle hierbei Musik übernehmen kann, erfahren Sie im Beitrag.

Emotion Trauer – als lebenswichtige Reaktion unbedingt zulassen

Es gibt seit jeher keinen einzigen Menschen, der während seines Lebens nicht mindestens einmal mit Trauer konfrontiert wird. Die wohl am schmerzlichsten empfundene Art der Trauer überwältigt menschliche Emotionen bei Verlust eines geliebten Menschen durch den Tod. Gerade bei einem endgültigen Abschied, wie es beim Tod der Fall ist, bedeutet Trauer als lebenswichtige Reaktion einen wesentlichen Schutzmechanismus zur Überwindung der schmerzlichen Ausnahmesituation. Selten sind Menschen auf heftige, emotionale Verwirrungen vorbereitet, die schwierige Lebensphasen wie die der Trauer mit sich bringen und stehen daher vor der Herausforderung, das Durcheinander individueller Gefühlswelten zu bewältigen. Auf happiness.com werden acht verschiedene Formen von Trauer beschrieben, die bei Betroffenen auftreten können. Rückzug ist eine davon.

Rückzug und Verdrängen – besser nicht bei Trauer als lebenswichtige Reaktion

Obwohl Trauer als lebenswichtige Reaktion nach gewisser Zeit zurück in den gewohnten Lebensfluss führt, entscheiden sich manche Menschen für das Verdrängen von Trauer, einschließlich Rückzug aus dem gesellschaftlichen Leben. Um solche Entscheidungen – ob bewusst oder unbewusst – zu verstehen, hilft das Betrachten des Betroffenen sowie sämtlicher Umstände. Gründe für Rückzug und Verdrängen können

  • Angst
  • Schmerz
  • seelische Labilität
  • Riss aus Gewohnheiten
  • fehlende Fürsorge, kein familiärer Zusammenhalt
  • mangelnde Erfahrung, öffentlich Trauer zu zeigen und vieles mehr

sein.

Trauer als lebenswichtige Reaktion erkennen, verstehen und durchleben lernen

Unvorbereitet, unkalkulierbar und vor allem, kein bewährtes Verhaltensmuster vorhanden, um mit Trauerzuständen umzugehen. Trotzdem wirkt es sich eher positiv auf die Psyche aus, sich der Trauer zu stellen, als sie zu verdrängen. Das bedeutet vor allem, die damit einhergehende Traurigkeit zuzulassen. Um sie zu verstehen, hilft der innere Dialog. Außerdem die Bereitschaft, sie zu durchleben und nicht zuletzt nach Instrumenten zu suchen, die bei der Trauerbewältigung hilfreich sein können. Dies gilt bei allen Arten von Trauer, doch meist wird sie ausschließlich mit dem Ableben einer nahestehenden Person in Verbindung gebracht. Dass Gründe für Trauer sehr unterschiedlich sein können, wird oft nicht hinterfragt, dabei tritt sie häufig mit emotionalen Verlusten auf.

Was emotionaler Verlust mit Trauer zu tun hat

Für Trauer können unterschiedliche Gründe verantwortlich sein, wie beispielsweise der Verlust eines Arbeitsplatzes, eine gescheiterte Freundschaft oder Partnerschaft, ein Wohnungswechsel und vieles mehr. Lieb gewordene Gewohnheiten, Umstände, die wir uns als Lebensgeflecht zurecht gelegt und in denen wir uns eingerichtet haben, bestehen vielleicht nicht mehr oder haben sich stark verändert. Es ist ganz natürlich, dass dadurch tiefe Traurigkeit entstehen und sich gleichzeitig ein Gefühl der Trauer ausbreiten kann. Auch hier agiert Trauer als lebenswichtige Reaktion, um den emotionalen Verlust besser auszuhalten, mit ihm zu leben, ihn zu verstehen und letztlich als Chance zu betrachten. Gesellschaftlicher Rückzug ist lediglich für eine kurze Zeit eine Option der Trauerbewältigung, d. h. dass so schnell wie möglich der Kontakt zu Freunden, Familie und Kollegen wieder aufgenommen werden sollte, spätestens jedoch, sobald wieder die emotionale Stabilität vorhanden ist.

Was tun bei Trauer, wenn niemand persönlich zur Seite steht?

In unserer heutigen Gesellschaft wird Kommunikation, das Miteinander, gesellschaftlich verbunden zu sein, überwiegend als Selbstverständlichkeit vermittelt. Die Welt scheint in Ordnung zu sein, Freunde, Familie, gute Bekannte sind da, wenn man sie braucht. Die Wirklichkeit sieht jedoch häufig ganz anders aus. Viele Menschen sind auf sich allein gestellt, selbst wenn soziale Verbindungen vorhanden sind. Auf ein offenes Ohr, die Zuwendung naher Menschen kann leider auch nicht jeder zurückgreifen. Durchlebt man traurige Lebensphasen, fällt die Bewältigung mangels menschlicher Fürsorge besonders schwer. Gegenseitige Unterstützung, emotionale Gemeinschaft, kurzum: das persönliche Glücklichsein scheint unerreichbar. Doch wie zieht wieder happiness ins Leben, was kann man tun? Eine Möglichkeit, einen bewussten Background mit Optionen zum Austausch miteinander aufzubauen, bieten online Communities. Gemeinsame Interessen, Ideen oder auch Kreativität verbinden und sind bestens geeignet, sich für eine Weile abzulenken und dabei den Trauerprozess positiv zu begleiten.

Trauer in der Innen- sowie Außenwelt – wie am besten mit ihr umgehen?

Wenn Trauer als lebenswichtige Reaktion ein essentieller Bestandteil der Trauerbewältigung ist, weshalb fällt dann der Umgang mit ihr oft so unendlich schwer? Ein wesentlicher Grund könnte darin liegen, dass die Akzeptanz schwer fällt. D. h. die Akzeptanz von Entwicklungen, die das Leben mit sich bringt und nicht änderbar sind. Das Anerkennen von schwierigen Lebenssituationen, einschließlich dadurch hervorgerufene Trauerempfindungen, beginnt in der Innenwelt des Betroffenen, was sich individuell äußerst verschieden darlegt. Das Anerkennen zeigt anfangs selten einen Weg aus der Trauer, doch erleichtert den Umgang mit ihr, besonders in akuten Phasen. Zur Stärkung der ins Wanken geratenen Innenwelt kann Musik ein wertvoller Begleiter sein. Zahlreiche Beispiele der klassischen wie auch modernen Musik zeugen von Trauer und deren Bewältigung, indem Emotionen in Notenfolgen musikalisch verarbeitet sind.

Die Heilkraft der Musik – hilft sie auch bei Trauer?

Natürlich kann Musik allein nicht als Allheilmittel gelten, schon gar nicht bei derart tiefen Emotionen, wie sie bei Trauer auftreten. Musik ist jedoch bestens in der Lage, Stimmungen unterschiedlicher Gefühlswelten aufzugreifen. Wer die Heilkraft der Musik erfahren möchte, muss mental dafür offen sein. Nur so entfaltet Musik bei vielfältigen Situationen der Trauer als lebenswichtige Reaktion Wirkungsweisen, die zu innerer Ruhe führen können, z. B. bei der Meditation oder imaginären Reisen in die innere Erlebnis- und Gefühlswelt. Mit musikalischer Unterstützung eröffnen sich individuelle Wege, die aus trauernden Lebensphasen begleitend herausführen. Jeder Mensch muss für sich allein diesen Weg finden, das gilt für jede Art von Trauer. Beispiele, wie Prominente aus der Musikwelt Trauer verarbeiten, haben wir im Beitrag „Musik in der Trauerbegleitung und Trauerbewältigung“ aufgegriffen.

Die Außenwelt – wie geht man mit Trauernden um?

Die Außenwelt reagiert meist eher zurückhaltend, wenn sie mit einem Trauernden zusammentrifft. Höflichkeit, Anteilnahme, manchmal auch Hilfeleistung sind Reaktionen der Außenwelt, die bei Verlust eines Nahestehenden üblich sind. Für Trauer bei Tod trifft man auf Verständnis. Trotzdem wissen viele Menschen dabei nicht, wie man sich verhalten sollte. Sie fühlen sich in Gegenwart eines Trauernden, der gerade einen Schicksalsschlag zu verarbeiten hat, eher unwohl. Auf wenig Anteilnahme, wenn auch Verständnis der Außenwelt vorhanden ist, trifft man jedoch bei anderen Gründen der Trauer. Wie oben beschrieben z. B. bei Trennung, Arbeitsplatzverlust oder Ähnlichem. Die Erwartungshaltung der Gesellschaft, sich mit derlei Entwicklungen zu arrangieren, ist hier deutlich robuster. Doch egal, wie die Außenwelt reagiert, wichtig ist der Betroffene selbst! Trauer braucht Zeit. Sie benötigt ihren eigenen Raum zur Entfaltung, damit sie verstanden, verarbeitet und losgelassen werden kann.

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