Musikbeschallung – Konzert im Mutterleib

Frühmusikalische Erziehung im Kleinkindalter soll zur besseren Entwicklung der Hirnleistung beitragen; besonders aber die Begabung zum mathematischen Denken fördern.

Studien über frühkindliche musikalische Erziehung belegen es; der spielerische Umgang mit Musik und Gesang im Kleinkindalter wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden sowie die geistige Entwicklung des Kindes aus. Das Entdecken von Tönen und Klängen sowie das spielerische Experimentieren mit verschiedenen Instrumenten spricht die Sinne an und schult das Ohr. Völlig unbeschwert und ohne Leistungsdruck wird so beim Musizieren außerdem die Merkfähigkeit sowie die Konzentration im Kleinkindalter trainiert. Wissenschaftler beschäftigen sich schon länger mit der Frage, ob Musik auch eine ähnliche Wirkung auf Babys, vor allem aber auf das Ungeborene im Mutterleib, hat. Denn noch vor der Geburt ist ein Baby ab etwa der 23. Schwangerschaftswoche in der Lage, Geräusche der Außenwelt wahrzunehmen.

Musikalische Beschallung – Babys erstes Konzert im Mutterleib

Studien im Bereich der frühkindlichen Förderung von Ungeborenen im Mutterleib zufolge soll sich klassische Musik zur Anregung der mathematischen Begabung besonders gut eignen. Harmonische Melodien mit gleichmäßigem Rhythmus, der dem menschlichen Herzschlag ähnelt, soll die Hirnregionen erreichen, die für abstraktes Denken zuständig sind. Neben den vielfältigen Geräuschen, die im Inneren der Mutter anatomisch bedingt vorherrschen und dem Baby vertraut sind, kann also durch die gezielte Beschallung des Babybauchs mit Musik auf die frühkindliche Entwicklung Einfluss genommen werden. Mögliche Reaktionen des Babys lassen sich bei Studien im Ultraschall gut beobachten. Auch die werdende Mutter selbst kann gegebenenfalls direkte Reaktionen des Babys wie beispielsweise heftiges Strampeln oder Treten spüren.

Mathematikgenie durch frühkindliche Musikerziehung und Babypod?

Musik und Gesang verbinden, bilden eine Brücke. Egal, welche Sprachen zugrunde liegen. Da Ungeborene im Mutterleib bereits sehr wohl auf Musik ansprechen, tun werdende Mütter instinktiv das Richtige. Sie hören ihre Lieblingsmusik, singen oder summen fröhlich mit oder genießen sogar ein Konzert. Denn Mütter scheinen zu wissen, dass das dabei entstehende positive Gefühl sich auch auf das Baby überträgt. Gäbe es eine Top 10 Liste, stünde „Eine kleine Nachtmusik“ von Wolfgang Amadeus Mozart auf Platz 1, denn diesen klassischen Titel scheinen Babys besonders gern zu mögen. Ob allerdings die bloße Beschallung im Babybauch künftige Mathematikgenies hervorbringt, ist nicht bewiesen. Dem durchaus verständlichen Wunsch werdender Eltern, beste Entwicklungsmöglichkeiten für ihr Baby so früh wie möglich zu nutzen, kam inzwischen eine spanische Klinik nach. Die gynäkologische Klinik Marqués in Barcelona entwickelte das sogenannte Babypod. Dabei handelt es sich um einen speziellen Lautsprecher, der vaginal eingeführt wird und somit das Ungeborene direkt erreichen und beschallen soll. Über Sinn und Nutzen beim Einsatz eines solchen Lautsprechers sollte jedoch kritisch nachgedacht werden.

Foto: Greyerbaby, pixabay.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

acht − 2 =