Wie durch Spiel und Spaß der Klang der Natur entdeckt wird

In der Natur begegnen uns auf vielfältige Art und Weise Klänge. Musik liegt in der Luft und ertönt praktisch aus allen Richtungen. Wir müssen nur lernen, gut hinzuhören.

Heutzutage ist der Stadtmensch von der Natur so gut wie entwöhnt. Daher fällt es vielen Menschen schwer oder sie haben es schlichtweg verlernt, die Geräuschumgebung der Natur bewusst wahrzunehmen. Oft fehlt der nötige Zugang oder die Zeit, dem Klang der Natur zu lauschen. Beispielsweise lernen Kinder den natürlichen sowie respektvollen Umgang mit Umwelt und Natur nur noch selten. Auch rückt das Bewusstsein für die Notwendigkeit, Lebensraum für Tier und Pflanzenwelt zu schützen, mehr und mehr in den Hintergrund.

Bewusstsein für Natur schon im Kindesalter schärfen

Hier kann im frühen Alter durch Spiel und Spaß nachgeholfen und das Bewusstsein für Umwelt und Natur geschärft werden. Speziell in Gruppentherapien und Exkursionen kann der Zugang zum Lebensraum für Tier und Pflanzenwelt wieder aufgebaut werden. Auch spielen Exkursionen und Naturerfahrungen eine wichtige Rolle bei der Früherziehung und können im Schulunterricht ihre Anwendung finden. So können Kinder bereits früh erlernen, welche Zusammenhänge Natur und Umwelt aufzeigen.

  • Durch Exkursionen kann das Bewusstsein für Natur eine Bindung auf emotionaler Ebene erzeugen. Besonders bei Schülern eignet sich diese Form der Früherziehung auch um das Interesse an der Tier- und Pflanzenwelt zu wecken und im Folgenden in den Naturwissenschaften das theoretische Wissen über Tierarten mit praktischen Beobachtungen des Lebensraums und der Tierstimmen zu verknüpfen. Auf diese Art und Weise wird der Unterricht spannender und der Lernstoff durch Praxiserfahrung näher gebracht.

  • Der Zusammenhang zwischen respektvollem Umgang und eigenverantwortlichem Handeln wird erlernt.

  • Erlernen von Sinn und Zweck der Klänge und Gesangsformen verschiedenster Art- und Lebensformen, sowie Lebensbereichen. Es kann erfahren werden, auf welche Art Geräusch in unserer Umgebung erzeugt wird und kann im Folgenden analysiert werden.

  • Eine emotionale Bindung wird aufgebaut und das Verständnis von Notwendigkeit der Erhaltung von Lebensraum geschärft – gemäß der Idee, was wir lieben, zerstören wir nicht.

  • Der Fokus wird auf das Ursprüngliche und Naturgegebene gelenkt und nicht auf Stadtlaute oder Verkehr.

Was kann Inhalt einer Geräusch-Exkursion sein?

Welche Geräusche lassen sich in der Natur finden? Besprechen Sie mit den Kindern oder in der Gruppe, welche Geräusche oder Klänge Sie im Allgemeinen in freier Natur antreffen können. Denken Sie auch darüber nach, welchen Einfluss eine jeweilige Saison oder Wetterphänomene haben könnten.

  • Machen sich dann andere Tiere durch ihre Geräusche bemerkbar?

  • Lassen sich im Sommer andere Geräusche wahrnehmen als im Herbst oder Frühling?

  • Welche Rolle spielt die Umgebung, der Wald, oder der Spaziergang im Park?

  • Wo befinden Sie sich gerade?

  • In welcher Umgebung halten Sie sich auf?

Lassen Sie sich inspirieren. Eine Idee wäre es, vorab zu überlegen, welche Geräusche Sie antreffen könnten. Schreiben Sie alles gemeinsam auf,- und machen sich im Folgenden während der Exkursion Notizen zu Wetter und Umgebungsdynamik. Stellen Sie diese im Anschluss an die Sitzung gegenüber und schauen, ob sich Ihre Erwartungen oder Geräuschkonzepte realisiert haben. Gibt es Überraschungen, oder lässt sich etwas Unerwartetes berichten?

Kreative Variationen zur Naturklangforschung

Sollte Sie die Übung wiederholen wollen, können Sie durch verschiedene Variationen einige Ansätze der Naturklangforschung verändern. Schreiben Sie auf, welche Erwartungen Sie an die Umgebung stellen. Welche Klangumgebung erwarten Sie, wie schaut die Wirklichkeit aus? Kreativ lassen sich viele interessante Aspekte beleuchten und je nach Zeit und Intensität Vor- und Nachbesprechungen einplanen, um das Gehörte zu analysieren und bewusst zu machen. Nebst notierter Aufzeichnungen eignen sich auch Aufnahmen mit dem Mobiltelefon während der Exkursion als Diskussionsausgangspunkt.

Warum der Klang der Natur in den Musikunterricht passt

Lassen sich etwa Instrumente finden, die die Geräusche bestmöglich wiedergeben können? Im Unterricht können verschiedene Ansätze gefunden werden, die Thematik der Naturklänge weiter auszubauen und umzusetzen. Instrumente wie der Regenmacher, der Kastagnetten oder verschiedene Schlag- und Blechinstrumente können veranschaulichen, wie der Klang der Natur in der Musik nachgeahmt wird. Einfachere Ausführungen von Klangkörpern können auch im Unterricht von den Kindern nach Anleitung selbst gebastelt werden. Zusammen wird so ein allumfassendes Repertoire an Möglichkeiten aufgebaut, Lehrinhalte interaktiv zu verknüpfen.

Fotos: susannp4, pixabay

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