Stottern – Mit Musik Worte fließen lassen

Stottern ist keine dumme Angewohnheit, sondern eine ernstzunehmende Sprachstörung. Während das Stottern im Kindesalter häufig von selbst nachlässt, benötigen Erwachsene meist eine Therapie.

Stottern empfinden Betroffene oft als unüberwindbare Sprachbarriere. Trotz aller Bemühungen sorgt die Sprachstörung dafür, dass der stotternde Mensch Worte und Sätze nicht fließend sprechen kann. Für den Betroffenen selbst bedeutet freies Sprechen mit anderen, besonders mit Menschen, die kaum vertraut oder fremd sind, eine enorme Anstrengung und Konzentration. Oft auch Überwindung, überhaupt zu sprechen. Besonders in der Kindheit wird Stottern belächelt und die Kinder werden ausgelacht, manchmal auch aus der Gemeinschaft ausgeschlossen. Die psychischen Folgen führen zu Unsicherheit, Minderwertigkeitsgefühlen sowie sozialen Rückzug. Die Phase des Stotterns verschwindet häufig in der Kindheit ganz von allein. Jedoch nicht bei allen Kindern. Der Sprachfehler wird mit in die Jugend übernommen und festigt sich im Erwachsenenalter. Therapien, auch Musiktherapien, sind geeignet, durch gezieltes Sprechtraining bzw. mit musikalischen Wirkungsweisen das Stottern zu verbessern.

Stottern – Sprachstörung, die das flüssige Sprechen nicht zulässt

Kein anderer, als der stotternde Mensch selbst, wünscht sich, frei und flüssig zu sprechen. Stottern ist ein Sprachfehler, der beim Betroffenen große Unsicherheit verursacht. Doch auch nicht stotternde Menschen fühlen sich in Begegnungen unsicher. Wie sollen sie sich verhalten? Dem natürlichen Impuls, die schwer zu artikulierenden Worte des stotternden Menschen zu ergänzen oder den Satz voreilig zu vollenden, sollte man widerstehen. Es ist wichtig, beim Stottern Geduld und Achtung aufzubringen und den Betroffen ausreden zu lassen. Es nützt überhaupt nichts, stotternde Menschen zu belehren, sie dazu zu drängen, „ordentlich“ zu sprechen. Die Ursachen für das Stottern sind wissenschaftlich nicht ausreichend belegt. Hirnforscher glauben allerdings, dass zu rund 80 Prozent eine genetische Veranlagung für die Sprachstörung verantwortlich ist. Das Gehirn, zuständig für die Sprachbildung ist der linke Bereich, sendet keine konkreten Befehle an die Mundartikulations-, Atem- und Stimmmuskulatur. Das Formen der Worte ist somit erschwert.

Stottern – mit Gesang und gezielter Musiktherapie die Sprachstörung lindern

Es wäre schön, wenn Musiktherapien Krankheiten heilen könnten. Unumstritten ist jedoch die Kraft der Musik und mit ihr einhergehend die positiven Wirkungen durch musikalische Schwingungen. Auch bei Sprachstörungen wie Stottern kann eine geeignete Musiktherapie die Lebensqualität erhöhen, psychisches Leid lindern sowie die Entwicklung fördern. So können z. B. mit Hilfe eingängiger Melodien dem stotternden Menschen das Sprechen erleichtert sowie perspektivisch die Hemmungen genommen werden. Hört ein stotternder Mensch sich selbst weitgehend fließend sprechen, kann er zu seinen Fähigkeiten Vertrauen fassen. Regelmäßiges und vor allem konsequentes Sprechtraining, u. a. mit Gesang und Melodien, hilft, Hemmungen abzubauen und Vertrauen zu sich selbst zu schaffen. Dies stärkt das Selbstbewusstsein sowie die Persönlichkeit. Alltagssituationen können bewusst gemeistert werden. Meist tritt das Stottern jedoch noch in Stress- oder Angstsituationen auf. Dass Stottern mit Hilfe von Therapien in den Griff zu bekommen ist, beweisen zahlreiche Prominente wie Winston Churchill, Bruce Willis, Marylin Monroe, Rowan Atkinson (bekannt als Mr. Bean), der „Graf“ von Unheilig, Charles Darwin, König George VI von Großbritannien und bestimmt noch einige andere.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

18 − 4 =