Musiktherapie – Schlüssel für verschlossene Türen

Musiktherapie-–-Schlüssel-für-verschlossene-Türen3

Musik spricht ihre eigene Sprache. Ohne Worte, sondern ausschließlich mit Tönen, erreicht sie sowohl unser Bewusstsein wie auch das Unterbewusstsein.

Emotionen und Empfindungen zu artikulieren ist manchmal recht schwierig. Besonders bei seelischen Belastungen fehlen häufig die richtigen Worte bzw. fehlt oft der Wille und die Bereitschaft, sich verbal zu öffnen. Musik als Medium kann jedoch das zum Ausdruck bringen, was in Worten nicht gesagt werden kann. Deshalb eignet sich die Musiktherapie besonders für Menschen mit psychischem Leidensdruck, Verhaltensstörungen oder Entwicklungsrückständen. Mit der Musiktherapie als angewandte Form der Psychotherapie werden Menschen nonverbal auf emotionaler Ebene erreicht. Ziel ist es, vorhandene Barrieren zu überwinden und den Zugang zum Menschen mit Hilfe der Musik zu finden. So soll eine Verbesserung oder Erhaltung von seelischer, körperlicher sowie sozialer Gesundheit wieder hergestellt werden.

Musiktherapie – Ein Schlüssel für verschlossene Türen

Seelische Verstimmungen lösen oft quälende Gedanken und Gefühle aus. Depressionen können sich ausbreiten, was anfangs meist unbemerkt geschieht. Betroffene ziehen sich völlig zurück, sprechen nicht über ihren Seelenzustand und fühlen sich allein gelassen. Ein emotionaler Schutzwall wird aufgebaut, den der Betroffene ohne Hilfe meist nicht zu überwinden vermag. Ängste oder Trauer z.B. werden verschwiegen, bleiben unausgesprochen und verschließen den emotionalen Zugang. Musik als Medium im Rahmen einer Musiktherapie kann hier der Schlüssel für verschlossene Türen sein.

Musiktherapie – Verbesserung der Lebensqualität

Bei vielen unterschiedlichen Anwendungsgebieten kommt die Musiktherapie inzwischen zum Einsatz. Bei Erkrankungen bzw. Symptomen wie z.B. bei

  • Depressionen
  • Psychosomatosen
  • Tinnitus
  • Burnout
  • Migräne/chronischem Kopfschmerz
  • Schlafstörungen
  • Angststörungen, Phobien
  • Demenz
  • ADS/ADHS
  • Beziehungsstörungen und vielem mehr

bieten u.a. Praxen für Musiktherapie, Kliniken mit psychiatrischem bzw. neurologischem Fachbereich Unterstützung mit dem Medium Musik an. Ein Verzeichnis musiktherapeutischer Praxen findet man bei der Deutschen Musiktherapeutischen Gesellschaft. Welche Art der Therapie zur Anwendung kommt, wird mit dem Betroffenen besprochen. Musikalische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, auch ist es nicht notwendig, ein Instrument spielen zu können. Der Umgang mit dem nonverbalen Medium Musik im Rahmen einer Musiktherapie erweitert die Wahrnehmungsfähigkeit und kann darüber hinaus im Verlauf verschüttete Gefühle und traumatische Erlebnisse freilegen. Wichtige Ziele der Musiktherapie sind u.a. die Verbesserung der Lebensqualität sowie Vertrauen in die eigenen Selbstheilungskräfte zu gewinnen.

Foto: Skitterphoto, pixabay

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

vier × 1 =