Welche Effektinstrumente sich für Naturklänge eignen

Mit Effektinstrumenten lassen sich auf geniale Weise Klänge der Natur imitieren. In der modernen Musikwelt finden Effektinstrumente eher kaum Anwendung.



Tierlaute wie z. B. das Vogelzwitschern lassen sich laienhaft mit geübtem Pfeifen nachahmen. Doch hört es sich wirklich wie echtes Zwitschern eines Vogels an? Wohl kaum. Um ziemlich genau Naturgeräusche zu imitieren bedarf es sogenannter Effektinstrumente. Instrumentennamen wie Waldteufel, Nasenflöte, Vogelflöte, Vogelwasserflöte, Regenmacher oder Gewittertrommel verraten bereits so einiges und man erahnt, für welchen Teil der Natur die Anwendung vorgesehen ist. Lassen Sie sich überraschen, was sich hinter dem Begriff Effektinstrumente verbirgt. Vielleicht werden Sie neugierig und lassen sich inspirieren, selbst mal mit einem solchen Instrument in der Natur zu experimentieren.

 

Effektinstrumente – hier eine Auswahl

 

Waldteufel

 

Der Waldteufel ist ein Instrument mit dem man verschiedene Arten von Geräuschen erzeugen und mit viel Spaß experimentieren kann. Ursprünglich stammt diese Art der Effektinstrumente aus Indonesien und besteht aus einer am Holzzylinder gespannten Schnur, die an einem Holzstab befestigt ist. Je nachdem, in welche Richtungen oder mit welcher Intensität man an der Strippe zieht, ergeben sich verschiedene Töne. Die Öffnung des Klangkörpers ist mit dünnem Fell bedeckt und verstärkt auf diese Art und Weise den erzeugten Klang. Als Resonanzkörper zu gebrauchen, lassen sich hier wirklich ungewöhnlich und eigenartige Laute erzeugen, die dem Instrument ihren Namen gaben. Der Waldteufel eignet sich deshalb bestens, allerlei Tierlaute wie beispielsweise das Quaken von Fröschen, das Brüllen der Löwen, Bellen der Hunde oder Rauschen des Windes wiederzugeben.

Nasenflöte

 

Die Nasenflöte, oder auch Dunum genannt, ist ein weiteres Instrument aus der Familie der Effektinstrumente. Es ist ein kleiner Klangkörper aus dünnem Holz und wird mit der Nase geblasen. Mit Bewegungen des Mundes und der Zunge lassen sich Tonhöhe und Klangfarbe anpassen. Somit kann ein breites Spektrum an Klängen gespielt werden. Effektinstrumente wie die Nasenflöte sind bestens geeignet, um beispielsweise Vogelgezwitscher zu erzeugen bis hin zu Melodien.

Vogelflöte / Vogelwasserflöte

 

Die Töne dieser Effektinstrumente nahmen Ihre Ohren sicherlich schon auf, ohne dass es Ihnen immer bewusst wurde, denn die Vogelflöten ahmen auf verschiedene Art und Weise den Gesang der Vögel nach. In verschiedenen Formen und Ausführungen ist dieses beliebte Instrument bereits seit Jahrhunderten bekannt und von verschiedenen Ureinwohnern in Gebrauch. Die Flöten ahmen den Ton der Vögel nach, indem man in sie hineinbläst. Bei der Wasserflöte wird durch das Wasser der artspezifische „Zwitscher“ Gesang erzeugt.

Mechanismus der Effektinstrumente – hier die Vogelflöte/Vogelwasserflöte

Keine Effektinstrumente ohne einen Mechanismus, und so gebrauchen Schiebeflöten oder Kolbenflöten einen Schiebemechanismus, der die Luft zur Schwingung bringt. Durch das Hinein- oder Hinausschieben des Kolbens verändert sich der Klang des Instruments. Bläst man in die Flöte, trifft der Luftstrom auf die Öffnung und teilt sich dort, wobei ein Teil bleibt in der Flöte bestehen bleibt und der andere Teil entweicht. Die entstehenden Wirbel im Innenraum bringen die Luft in Schwingung. Die Intensität verstärkt sich bei veränderter Frequenz und der Ton kann sich in die Höhe oder Tiefe bewegen. Bei der Wasserflöte wird der Innenraum der Flöte durch die veränderte Dichte des Wassers zusätzlich beim Anblasen verwandelt, was zu einer Veränderung der Schwingung sowie größerem Klangspektrum führt.

Regenmacher

 

So genannte Regenmacher sind kleine stabähnliche Effektinstrumente, die ein breites Klangspektrum haben. Meist aus dem Copado-Kaktus gefertigt, stammt der „Rainmaker“ ursprünglich aus dem Atacama Gebiet in Chile und wird noch heute für Regenzeremonien der Ureinwohner gebraucht. Die Stacheln der Pflanze sind in das innere der Pflanze gearbeitet und mit Steinen gefüllt. Durch Drehen oder Kippen ergibt sich so der prasselnde Klang, der dem Regen gleicht. In der Musikindustrie sind dafür heutzutage moderne Kunststoffrohre gefertigt, die mit Kügelchen gefüllt sind. Ein perfektes Instrument aus der Reihe der Effektinstrumente für den angehenden Geräuschemacher jeden Alters.

Gewittertrommel

 

Gewitter lässt sich auf verschiedene Weise nachahmen und hält eine große Anzahl an Möglichkeiten bereit. Kleine und große Trommeln, Bleche oder gewellte Pappen, sowie kommerzielle Kunstoffklangkörper, in denen eine Schnur befestigt ist, um den typischen Klang zu erzeugen, sind beliebte Mittel bei Jung und Alt. Insbesondere bei der letztgenannten Methode lassen sich Gewitter durch einfaches Bewegen der Öffnung mit den Händen, durch Schläge oder Kratzen an der Feder erzeugen.


Wind – Schwirrholz

 

Einfache Effektinstrumente mit großer Wirkung, denn recht simpel lassen sich beispielsweise Windgeräusche mit dem Schwirrholz erzeugen. Ein an einer Schnur befestigtes geschnittenes Stück Holz schwingt man über dem Kopf im Kreis und erzeugt dabei den charakteristischen Windklang. Eine Intensivierung entsteht bei steigender Frequenz. Ein weiteres interessantes Instrument, dass auch bei Kindern sehr beliebt ist, ist der Heulschlauch. Dieser Kunststoffschlauch kann geschwungen mehrere Windgeräusche erzeugen und eignet sich besonders gut, das Heulen des Windes nachzuahmen. Je schneller man dreht, desto intensiver wird der Klang dieser Effektinstrumente.

 Foto: wiland 1975, pixabay

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