Wie Musik und Verhalten miteinander harmonieren

Als Lebewesen auf der Welt zu sein, bedeutet, ein in unsere Umwelt hineingeborenes Leben aufzubauen. All jene Prinzipien des Lebens werden als essentielle Verhaltensmuster ausgeprägt, um die Einflüsse der Umwelt zu bewältigen.

Jedes Verhalten hat dabei die Aufgabe, einen eigentlichen Schaden des Körpers zu vermeiden und im Selbstaufbau den Antrieb durch Motivation zu finden, quasi sich das Leben so angenehm wie möglich auszurichten. Die Musik ist eine solche Motivation, die unser Verhalten essentiell beeinflussen kann. Sie stärkt so durch ihre verschiedenen Ausführungsstile Stimmung und Wahrnehmung und trägt zu einem Großteil dazu bei, uns das Leben liebenswert zu gestalten.

 

Kann Musik eigentlich glücklich machen?

Es sind kleine Dinge, die uns auf einfache Weise glücklich stimmen können,“ heißt es doch Allgemeingültig. Nur wie kann hier die Musik noch glücklich machen, wenn sie uns doch überall bei jeder Gelegenheit begegnet? Ob im Fernsehen als musikalische Berieselung, in der Stammkneipe im Hintergrund, oder im Radio bei der Arbeit – wir werden permanent Musik ausgesetzt, bei mehr oder weniger starker Musikbeschallung. Uns begegnet Musik in vielen Lebenssituationen. In der Stammkneipe um die Ecke beispielsweise sorgt Musik für die lässig-coole Untermalung, um bei Speis und Trank zu genießen und zu entspannen. Im Gegensatz dazu treibt uns beim Sport der richtige Beat erst so richtig an und motiviert zu Höchstleistungen. Warum Musik motivieren kann? Jedoch, welche Wirkung hat die Musik, wenn wir uns beispielsweise intuitiv zu einem bestimmten Rhythmus bewegen oder sanft im Beat mitschnippen? Wenn wir wie von selbst ein gutes Gefühl empfinden, sobald der Lieblings-Popsong im Radio läuft, oder wir plötzlich beginnen, den Refrain mitzusingen?

 

Wenn Musik intuitiv gute Gefühle auslöst

Neurowissenschaftler können es belegen – Musik erreicht sämtliche Regionen unseres Gehirns und steht im Austausch unserer Bedürfnisse, die den direkten Zugang zu unserer Emotionswelt aufbauen. Hierbei steht Musik im Gegensatz zu Sprache und Verstand und kann uns Menschen auf unmittelbare Weise erreichen,- was den Verstand natürlich nicht ausschaltet. Da wir Menschen mit Logik und Verstand ausgestattet sind, können wir überdies eine gewisse Grundstruktur erfahren, mitnehmen, ja selbst ganz universell gesehen,- interpretieren. Eine Gabe, die uns innezuwohnen scheint,- selbst Amateurmusiker und ungeschulte Hörer durchlaufen intuitiv ein gewisses Maß an Musikanalyse. Dabei kann zumeist jeder mit großer Sicherheit Missklang von Konsonanz unterscheiden und gute von schlechter Intonation erkennen, also dem angenehmen Klangverhalten in Zusammenhang weiterer Instrumente, „heraushören“.

 

Musik harmoniert mit Erinnerung und Erfahrung

Musik,- das ist also ein menschlicher Ausdruck verschiedenster Zustände, der sich nicht anders beschreiben oder fassen lässt, als eine Summe des Ganzen,- des gesamten Spektrums der Klangerfahrung. Musik und Rhythmus wird im lymbischen System verarbeitet, welches Emotionen auslöst und steuert. Das bedeutet, auf die geschalteten Gefühle und Emotionen haben wir keinen Einfluss, sondern erleben diese bereits vor dem Bewusstmachen. Im Folgenden können wir assoziativ mit weiteren Erinnerungen oder Erfahrungen harmonieren.

  • Musik ist Auslöser von Stimmungen und regt Erinnerungen an, kann assoziativ wirken und eine emotionale Qualität tragen.

  • Musik wird verstanden, sie ist eine Sprache auf universeller Ebene, kann interpretiert, analysiert und qualitativ erfahren werden.

  • Musik aktiviert die Sinne und dient als Therapie – hilft bei Demenz, Depressionen, Einsamkeit und Trauma Bewältigung.

  • Musik löst bestimmte Verhaltensmuster aus – sie macht heiter, lustig, traurig, aber auch aggressiv oder angriffslustig. Abhängig von individueller Disposition und persönlichem Geschmack wirkt Musik Stimmungsunterstützend, drückt Epik, Macht und Begierde aus.

  • Es gibt keine allgemeingültigen Verhaltensformen oder Bedeutung von Musik, da sie von jedem Menschen anders erfahren wird. Der gleiche Musikstil kann auf einen anderen Menschen eine komplett andere Wirkung haben.

Zusammenfassung

Der übergeordnete Zusammenhang von Musik und Subjekt lässt sich dadurch erklären, dass uns Menschen ein anatomisch-physiologisches System zu Grunde liegt, dass sich im Laufe der Evolution entwickelt und ausgeprägt hat. Demzufolge lässt sich das Verhaltensmuster von Menschen bei höchst subjektiver Musikerfahrung nur im Bereich der Trieb- und Gefühlswelt erklären. Das besagt also, die Art und Weise, wie wir Musik physisch erfahren, lässt sich biologisch gesehen, gut erklären. Was wir im Einzelnen jedoch subjektiv erfahren, lässt sich nicht für jeden Menschen universell beschreiben.

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