Sphärenmusik – eine rein geistliche Idee?

Wenn Musik zur Sphäre wird – Sphärenmusik

Die Vorstellung von Klang und Harmonie kann sich in der Sphärenmusik als Einheit und Ganzes ausdrücken. Alles ist vergänglich, alles ist Vergangenheit. Wenn das Vergangene allerdings nicht mehr existiert und die Zukunft nur einen Moment später eintritt, was und wie ließe sich das Hier und Jetzt beschreiben? Die Existenz aller

Wesen hat einen gemeinsamen Ursprung und bildet eine Einheit. Die Einheit ist das Dunkel der Vergangenheit und die Zweiheit das Licht der Zukunft. Die Bewegung innerhalb des Raums und der Zeit ist mit einem Körper passierbar, der durch die Räumlichkeit wandert. Alles Räumliche hat einen Laut und die Mehrheit der Laute bildet eine Harmonie, die sich im Wohl- oder Missklang äußert.

Klangelemente als Interpretation der Himmelskörper

In der Antike wird von einem Zusammenhang zwischen der Ordnung des Kosmos durch Zahlen und die der musikalischen Harmonie ausgegangen. Das Firmament bildet die Ganzheit, der Klang die mathematische Grundlage. Betrachten wir die Harmonie als Seele und Unsterblichkeit, bekommt der Leib und Körper eine irdische Qualität zugewiesen, nämlich die des Vergänglichem und die der Umhüllung. Die Vibration des Klangelements hingegen besitzt die Form des Alls, eine dem Kosmos zu Grunde liegender Mathematik und Naturgesetzmäßigkeit. Die Mathematik der Astronomie steuert hier mit Präzision die Form des Klangs bei, in Analogie zur Gesetzmäßigkeit und die der Kosmologie und der Naturphilosophie. Der Kosmos, bestehend aus Planeten und Galaxien, ist demnach ein schwingender Körper ausgedrückt durch Verhältnisse zueinander. Die der Antike entstammender Vorstellung beschreibt die Bewegung der Himmelskörper eine durchsichtige Kugel, deren Abstände und Zirkulationen zueinander und Geschwindigkeiten untereinander geprägt von harmonischen Zusammenhängen im Klang bestehen,- jedoch für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbar sind.


Mathematischer Aspekt der Sphärenmusik

Eine mathematische Zusammensetzung der Musik lässt sich bei den Pythagoreer durch den Fakt erklären, dass Konsonanz wohlklingender Töne durch einfache Intervalle einfacher Zahlenverhältnisse wiedergegeben werden können – z.B. in der Teilung der Saite eines Instruments, beispielsweise 2:1.

  • Die erste Stufe der Teilung ist die Oktave (acht Töne auf- oder abwärts gerechnet),
  • Weitere Stufe der Teilung im Verhältnis 3:2,
  • die Quinte (fünf Töne auf- oder abwärts gerechnet),
  • sowie das Verhältnis 4:3, die Quarte (vier Töne auf- oder abwärts gerechnet).

Der Auffassung nach ließen sich die Proportionen der Abstände in der Musik auch in den Bewegungsprozessen der Planeten wiederfinden und mit Zahlen dementsprechend ausdrücken.


Sphärenmusik – doch nur eine rein geistliche Idee?

Die Sphärenmusik konnte sich nicht bestätigen lassen und die Harmonie der Mathematik nicht wissenschaftlich belegt werden. Neueste Erkenntnisse der Planetaren Forschung sowie interstellare Klangspektralanalysen des Universums lassen jedoch darauf schließen, dass Planetensysteme und der Rest des Weltalls im Frequenzbereich durchaus messbare Daten liefern. Die NASA veröffentlichte vor Kurzem Aufnahmen der Voyager I und zeigt, dass unser Universum aus Sound und Klang besteht, womit sehr wohl ein Hinweis auf Sphärenmusikgegeben ist. Das Weltall ist eigentlich ein schalltoter Raum und kann im absoluten Vakuum keine Klangquellen übertragen, jedoch existieren verschiedene Klangereignisse im Universum und werden im Niedrigfrequenzbereich der Radiowellen oder die der magnetischen Felder ausgesandt. Die sphärische Klanglandschaft kann für das menschliche Ohr bearbeitet werden und setzt sich verstärkt aus Vibrarion der Planeten, Monde, elektrischer Felder und Atmosphären zusammen. Die Harmonie des einfachen Klangerlebnisses setzt sich so aus Partikeln, Emissionen und Planetenbewegung zusammen. Ein klares Indiz für die Musik als Sphäre im Klangereignis.

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